Projektanfragen kommen aber auch oft via E-Mail oder Telefon. Die Angaben des Absenders reichen selten aus, um eine detaillierte Offerte zu erstellen.
In beiden Situationen, müssen wir im Stande sein die richtigen Fragen, schnell und kompetent zu stellen. Unser Ziel: So viel wie möglich über das Projekt erfahren. Anschliessend folgt das Schreiben der Offerte und die erste Projektbesprechung intern.
Ich arbeite bereits seit vielen Jahren mit einer Art «Projektbefragung». Eine Liste mit Fragen, deren Antworten mir helfen sollen, eine gute Ahnung vom Projekt zu kriegen. Diese Liste kann ich jederzeit hervornehmen und anwenden.
Wir haben im Team ebenfalls eine, auf die Ginetta angepasste, Projektbefragung erstellt. Sie soll es uns auch helfen, an Alles zu denken. Also eine Art Checkliste.
Diese «Projektbefragung» soll auch Webprojektleitern, Kunden, Interessenten, etc. helfen, um die Projektziele zu definieren.
Wie arbeitet Ihr? Habt Ihr auch solche Listen? Oder andere Hilfsmittel?

Es sind Grundzüge seiner eigenen Design-Philosophie. Ich würde diese nicht als absolut bezeichnen, denn die Auffassung, was gutes Design ist, entwickelt sich stetig weiter.
Seine Thesen sind meiner Meinung nach generisch formuliert, so dass sie auf beliebige Design-Disziplinen übertragen werden können, in unserem Fall ist dies Webdesign.
Jede einzelne These bietet genug Stoff, um einen eigenständigen Artikel zu schreiben. In den nächsten Wochen werden wir hier Beispiele aus der Webwelt für Euch zusammenstellen, die diese Thesen veranschaulichen sollen. Zu jedem einzelnen Punkt wird in regelmässigen Abständen ein Artikel erscheinen, der die ausgesuchten Beispiele aufführt und kommentiert. Ihr dürft euch also auf mehr freuen. Dieser Artikel soll als Einleitung dienen.

S 45, TG 60 and L 450 designed by Dieter Rams for Braun (Germany 1964/1965)
Hier nun die Auflistung der zehn Thesen, jeweils mit einer kurzen Beschreibung:
Die Möglichkeiten für Innovation sind noch längst nicht ausgeschöpft. Die technologische Entwicklung bieter immer wieder neue Ausgangspunkte für innovative Gestaltungskonzepte, die den Gebrauchswert eines Produktes optimieren. Innovatives Design entsteht aber stets im Zusammenhang mit innovativer Technik und ist niemals Selbstzweck.
Man kauft ein Produkt, um es zu benutzen. Es soll bestimmte Funktionen erfüllen – Primärfunktionen ebenso wie ergänzende psychologische ästhetische Funktionen. Gutes Design optimiert die Brauchbarkeit und lässt alles unberücksichtigt, was nicht diesem Ziel dient oder gar entgegensteht.
Die ästhetische Qualität einen Produktes ist integraler Aspekt seiner Brauchbarkeit. Denn Geräte, die man täglich benutzt, prägen das persönliche Umfeld und beeinflussen das Wohlbefinden. Schön sein kann aber nur, was gut gemacht ist.
Es verdeutlicht auf einleuchtende Weise die Struktur des Produkts. Mehr noch: es kann das Produkt zum Sprechen bringen. Im besten Fall erklärt es sich selbst.
Es lässt ein Produkt nicht innovativer, leistungsfähiger, wertvoller erscheinen, als es in Wirklichkeit ist. Es versucht nicht, den Verbraucher durch Versprechen zu manipulieren, die es dann nicht halten kann.
Produkte, die einen Zweck erfüllen, haben Werkzeugcharakter. Sie sind weder dekorative Objekte noch Kunstwerke. Ihr Design sollte deshalb neutral sein, die Geräte zurücktreten lassen und dem Menschen Raum zu Selbstverwirklichung geben.
Es vermeidet modisch zu sein und wirkt deshalb nie antiquiert. Im deutlichen Gegensatz zu kurzlebigem Mode-Design überdauert es auch in der heutigen Wegwerfgesellschaft lange Jahre.
Nichts darf der Willkür oder dem Zufall überlassen werden. Gründlichkeit und Genauigkeit der Gestaltung sind letztlich Ausdruck des Respekts dem Verbraucher gegenüber.
Das Design leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt. Es bezieht die Schonung der Ressourcen ebenso wie die Minimierung in die Produktgestaltung.
Weniger Design ist mehr, konzentriert es sich doch auf das Wesentliche, statt die Produkte mit überflüssigem zu befrachten. Zurück zum Puren, zum Einfachen!
Dieter Rams spricht von Verbraucher und Gerät. In unserem Fall würde ich wohl eher von Benutzer / Betrachter und Webseite / Webapplikation sprechen. Es gilt die Ideen, die hinter seinen Überlegungen stecken, zu abstrahieren und sie für sein eigenes Werk zu Nutze zu machen. Sie bilden für uns eine solide Ausgangslage, um das Wesentliche nicht aus den Augen zu verlieren und uns selber viel mehr als Problemlöser bzw. Designer anstatt Künstler zu verstehen.
Dieter Rams gestaltete in den 60er Jahren für die Firma Braun eine Reihe von Geräten, deren Grundformen und Prinzipien bis heute in vielen Apple Produkten enthalten sind: http://is.gd/bCNiC - fantastisch!
(22.04.10 - 02:25)
Wenn man gutes Design mit Ikea Möbelstücken vergleichen will, müsste man auch an die Lebensdauer dieser Produkte denken... .
(05.04.10 - 17:29)
In der online-Welt muss der Benutzer glücklicherweise das Produkt nicht zuerst "zusammensetzen", sprich implementieren.
Wir betrachten die Grenzen des Machbaren als Herausforderung. Deshalb lassen wir uns im Design nie von den technischen Möglichkeiten einschränken, sondern suchen immer die best mögliche Lösung für den Benutzer. Aber natürlich müssen wir manchmal auch Kompromisse eingehen, wenn eine Lösung nicht realisierbar ist…
(04.04.10 - 22:32)
Ein wichtiger Punkt der leider (vorallem im Web) immer mal wieder vergessen geht fehlt mir hier:
Gutes Design ist einfach zu implementieren
Ein durchgestyltes aber kaum zusammensetzbares Möbelstück wird es wahrscheinlich nie in die Verkaufsregale von Ikea schaffen (oder dort nicht lange aushalten).
(17.03.10 - 20:46)
von Valérie Vuillerat, 12. März 2010
Unserer erste Medienmitteilung hat in den letzten zwei Tagen einige kurze Onlinemedienberichte ausgelöst. Wir freuen uns darüber!
Folgende Artikel haben wir gefunden:
Herzlichen Dank auch für die zahlreichen Tweets, Kommentare und Mails bezüglich diesen Berichte und die vielen Besuche auf unserer Website.